Kirchliche Begriffe

Kasualien

Taufe

Gottes “Ja” zum Menschen soll in der Taufe sichtbar werden. Das Wasser ist dabei Symbol für die Vernichtung der Sünde und der Reinigung in einem geheiligten, Gott zugewendeten Leben. Die Tür zu einem unvergänglichen Gut, dem Leben bei Gott, das unvergänglich ist, wird geöffnet.

Im Vorfeld der Taufe findet ein Taufgespräch mit dem Pfarrer statt, bei dem über Sinn und Bedeutung der Taufe, aber auch über die praktische Gestaltung der Tauffeier gesprochen wird. Bei der Taufe eines Kindes werden dazu die Eltern und Paten des Täuflings eingeladen. – Die Anmeldung zur Taufe im Pfarramt sollte mindestens 2-3 Wochen vor dem gewünschten Tauftermin erfolgen. Bringen Sie dazu folgende Unterlagen mit: Geburtsurkunde des Täuflings, Heiratsurkunde der Eltern, oder, wenn unverheiratet, Geburtsurkunden der Eltern sowie Taufscheine der Eltern und Paten. Soweit ein Elternteil evangelisch ist, können die Taufpaten auch anderen Konfessionen angehören, dürfen aber nicht ohne Bekenntnis sein.

Konfirmation

Bekräftigen der eigenen Taufe, sich zum Glauben und zu einem christlichen Leben bekennen. Wenn die Taufe im Kindesalter erfolgte, soll nun, an der Schwelle zum jungen Erwachsenenalter die Möglichkeit bestehen, das, was bei der Taufe geschehen ist, bewusst zu machen und feierlich zu bekräftigen.

Im Vorfeld dazu werden vom Pfarramt die Schülerinnen und Schüler der 8. Schulstufe eingeladen, den Konfirmandenunterricht und den Gottesdienst in der Gemeinde regelmäßig zu besuchen und sich auf diese Weise für die Konfirmation vorzubereiten. Zur Anmeldung im Monat September bitte den Taufschein mitbringen!

Trauung

Zwei Menschen schließen den Bund der Ehe vor dem Standesbeamten. Dieser Bund wird in unserer Kirche feierlich unter den Segen Gottes gestellt.

Im Vorfeld finden ein oder mehrere Traugespräche statt, bei denen über das christliche Eheverständnis und über die Gestaltung der Traufeier gesprochen wird. Bei dieser Gelegenheit möchte der Pfarrer das Brautpaar auch ein bisschen besser kennen lernen. Zur Anmeldung der Trauung im Pfarramt benötigen Sie Geburtsurkunden, Taufscheine und Heiratsurkunde (falls schon vorhanden) der Brautleute, sowie die Personaldaten zweier Trauzeugen.

Beerdigung

Leider endet jedes menschliche Leben mit dem Tod und löst damit bei den Angehörigen eine Krise mit tiefem Leid, Schmerz und Betroffenheit aus. Es gilt Abschied zu nehmen. Bei der Beerdigung versuchen wir, den Blick in Dankbarkeit auf das zurückliegende Leben zu richten und zu würdigen. Gleichzeitig aber soll die Hoffnung des Glaubens gestärkt werden, dass Christus aus dem Tod zum Leben hindurch gedrungen ist und alle Glaubenden zu einem neuen Leben aus der Auferstehung ruft.

Friedhof

Auf unserem evangelischen Friedhof sollen unsere Vorfahren und lieben Angehörigen einen würdigen Ort der letzten Ruhe finden, wir Lebende aber einen Ort des stillen Gedenkens, der dankbaren Erinnerung an liebe Menschen. Einmal im Jahr, am 1. November, 10 Uhr, findet hier das gemeinsame Totengedenken statt, das mit Klängen der Trachtenkapelle umrahmt wird. Über dem Tor der Totenhalle ist das Wort aus dem Johannesevangelium 14,19 zu lesen, mit dem wir unsere Verstorbenen in Gottes Hand wissen: Christus spricht: “Ich lebe, und ihr sollt auch leben!

Gräber werden auf 10 Jahre zur Nutzung erworben und können im Rhythmus von jeweils 10 Jahren verlängert werden. Preise für Gräber, Urnennischen etc. auf Anfrage.

Ökumene

In guter Nachbarschaft leben wir mit Christinnen und Christen anderer Konfessionen. Mit der römisch katholischen Stadtpfarre Traun pflegen wir regelmäßige Kontakte und gemeinsame Gottesdienste, und zwar: jährlich im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen einen gemeinsamen Gottesdienst und weiters das gemeinsame Kirchenfest im Sommer, das jeweils bei uns im Pfarrgarten oder am Kirchenplatz vor der katholischen Stadtpfarrkirche stattfindet und jeweils mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnt. Auch die ökumenischen Reisen haben schon eine lange Tradition in Traun. Unsere letzten Reisen führten uns nach Israel. Im September findet die nächste ökumenische Reise, diesmal in die Ostslowakei, statt.

Seelsorge

Wir sind als Christinnen und Christen angehalten, Freud und Leid miteinander zu teilen und einander beizustehen. Dabei dürfen wir immer wieder auf das tröstende, heilende und stärkende Wort der Heiligen Schrift hören und ihm vertrauen. Wichtig ist es aber, im Gespräch zu bleiben, offen füreinander und in gegenseitiger Wertschätzung aufeinander eingehen, helfen, fördern, trösten, begleiten. Das ist eigentlich die Aufgabe eines jeden Christenmenschen. Dieser Aufgabe will der Pfarrer in bewusster Weise gerecht werden, indem er immer zu einem Gespräch bereit ist. Im Anschluss an ein seelsorgerliches Gespräch gibt es auch im evangelischen Bereich, was wahrscheinlich viele nicht wissen, weil selten praktiziert, die die Seele erleichternde Möglichkeit zu einer Einzelbeichte.